Muss ich Umsatzsteuer ausweisen?

Wann muss ich Umsatzsteuer ausweisen? Existenzgründer haben neben ihrer Hauptbeschäftigung und vor dem der Gewerbeanmeldung auch mit vielen Formalien zu tun. Auch Rechnungen schreiben will gelernt sein. Viele Jungunternehmer stehen vor der Frage: Muss ich Umsatzsteuer ausweisen oder nicht? Aber auch wenn die Tätigkeit als Selbstständiger oder Freiberufler schon länger ausgeübt wird, muss die Mehrwertsteuerpflicht regelmäßig überprüft werden. Fehlerhafte Rechnungen können zwar oft im Nachhinein noch korrigiert werden, jedoch bedeutet die Richtigstellung für den Unternehmer selbst und die Kunden einen unnötigen Mehraufwand. Unter Umständen kann die Frage, ob ich Umsatzsteuer ausweisen muss, auch ein teures Missverständnis werden. Wer beispielsweise die Mehrwertsteuer fälschlicherweise auf seinen Rechnungen ausweist, obwohl er nicht dazu berechtigt ist, schuldet dem Finanzamt die vollständigen Mehreinnahmen. In diesem Beitrag auf gewerbe-anmelden.com erklären wir daher, wer Umsatzsteuer ausweisen muss und wer nicht sowie wie sich die notwendige Identikationsnummer beantragen lässt. Eine ausführliche steuerliche Beratung für den Einzelfall ersetzen die Ausführungen aber nicht. Muss ich als Kleinuternehmer Umsatzsteuer ausweisen? Ob ein Unternehmer Umsatzsteuer ausweisen muss, ist von seinem Status abhängig. Grundsätzlich sind alle Unternehmer umsatzsteuerpflichtig, insofern sie nicht von der Kleinunternehmer-Regelung nach §19 des Umsatzsteuergesetzes Gebrauch machen. Kleinunternehmer dürfen im vorherigen Kalenderjahr nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz gemacht haben und gleichzeitig für das laufende Jahr nicht mehr als 50.000 Euro Einnahmen aus Verkauf, Dienstleistungen und Vermietung erwarten. Gründer dürfen im ersten Jahr nicht mehr als 17.500 Euro an Erlösen erwirtschaften. Übt der Kleinunternehmer seine neue Tätigkeit nicht über den vollen Zeitraum, sondern beispielsweise erst ab März aus, muss der Höchsbetrag anteilig berechnet werden – in diesem Fall liegt er bei 14.583,33 Euro. Kleinunternehmer müssen also keine Umsatzsteuer ausweisen, können im Gegenzug jedoch auch keine Mehrwertsteuer für Ausgaben vom Finanzamt zurückholen. Somit entfällt der sogenannte Vorsteuerabzug. Bei diesem Verfahren kann sich einerseits der Geschäftspartner die Umsatzsteuer für die erteilten Rechnungen vom Finanzamt erstatten lassen kann. Andererseits hat auch der Unternehmer selbst die Möglichkeit, die Umsatzsteuer der eingehenden Rechnungen beim Fiskus geltend zu machen. Durch dieses Prinzip des Vorsteuerabzugs werden die Kosten letztendlich auf den Schultern der Verbraucher verteilt. Wer keine Umsatzsteuer ausweist, hat also weniger Aufwand und kann sich stärker auf das eigentliche Geschäft konzentrieren. Wer als Kleinunternehmer jedoch mit hohen Ausgaben und Investitionen rechnet, kann auch darauf verzichten, sich von der Mehrwertsteuer befreien zu lassen. Dieser Schritt sollte jedoch gut überlegt sein: An die Entscheidung, Umsatzsteuer auszuweisen, ist der Kleinunternehmer in den darauffolgenden fünf Jahren fest gebunden. Wie muss ich die Umsatzsteuer ausweisen? Die Umsatzsteuer muss auf Rechnungen gemeinsam mit einer entsprechenden Identifikationsnummer vermerkt werden. Ebenso müssen die Angaben nach § 14 Abs. 4 UstG einige weitere verpflichtende Punkte wie die volle Adresse des Senders und Empfängers enthalten. Die Höhe der Mehrwertsteuer beträgt in den meisten Fällen 19 Prozent. Seltener ist eine ermäßigte Steuer von 7 Prozent vorgesehen – diese wird etwa bei Kunstgegenständen angewendet. Neben der Höhe der Umsatzsteuer muss auch eine Identifikationsnummer angegeben werden, welche Gründer unmittelbar bei ihrem zuständigen Finanzamt anfordern können. Bei der Anmeldung einer freiberuflichen oder selbstständigen Tätigkeit müssen sie ohnehin vor Ort einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung abgeben. In diesem Antrag finden Existenzgründer auch ein Feld, in dem sie die Identifikationsnummer anfordern können. Wer schon länger freiberuflich oder selbstständig arbeitet, kann die Nummer bequem online beantragen. Zuständig ist das Bundeszentralamt für Steuern, welches hier ein Formular bereithält, mit der eine Identifikationsnummer beantragt werden kann. Dies ist auch auf per Post unter der folgenden Adresse möglich: Bundeszentralamt für Steuern Dienstsitz Saarlouis 66738 Saarlouis Telefax: +49-(0)228-406-3801 Umsatzsteuerbefreite Kleinunternehmer müssen in ihren Rechnungen auf §19 des Umsatzsteuergesetzes hinweisen. Eine entsprechende Formulierung lautet beispielsweise "Nach § 19 Abs. 1 UstG enthält der Rechnungsbetrag keine Umsatzsteuer". Ist kein solcher Hinweis vorhanden, ist davon auszugehen, dass der Betrag eine Mehrwertsteuer enthält. Im Übrigen dürfen auch Unternehmer in Ausnahmefällen auf die Umsatzsteuer verzichten, wenn sie beispielsweise eine Rechnung für eine sonstige Leistung in ein anderes Land innerhalb der Europäischen Union ausstellen. Was passiert, wenn die Umsatzsteuer nicht richtig ausgewiesen wurde? Weist ein Kleinunternehmer nicht auf den Verzicht der Umsatzsteuer hin oder weist die Mehrwertsteuer gar ausdrücklich aus, ist das ein unberechtiger Steuerausweis nach § 14 Abs. 3 UstG. In diesem Fall hat er zu hohe Einnahmen erwirtschaft, die er dem Finanzamt schuldet. Auch wenn der Kleinunternehmer die Einkommensgrenze von 17.500 Euro im ersten Jahr der Gründung oder 50.000 Euro in den Folgejahren überschreitet, muss er dem Finanzamt Umsatzsteuer entrichten, auch wenn er für seine Kunden in seinen Rechnungen gar keine Mehrwertsteuer ausgewiesen hat. Fehlerhafte oder lückenhafte Angaben in Rechnungen können auch denjenigen teuer zu stehen kommen, der die Leistung in Anspruch genommen hat. Sie resultieren darin, dass sich der Rechnungsempfänger die ausgewiesene Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer vom Finanzamt zurückholen kann. Er bleibt also auf den gezahlten Kosten sitzen. Nun bleibt dem Unternehmer nichts anderes übrig als eine korrigierte Rechnung anzufordern und darauf zu hoffen, dass der Fiskus die überarbeiteten Rechnungen nachträglich anerkannt. Insbesondere, wenn das Finanzamt erst nach einiger Zeit auf den Fehler aufmerksam wird, ist es für den Vorsteuerabzug aber häufig zu spät. Ein solcher Fauxpas wirkt sich auch schlecht für das Geschäft des Rechungsstellers aus, da das Vertrauensverhältnis belastet wird.

Wie sinnvoll ist eine Buchhaltungssoftware?

Als Selbstständiger oder Unternehmensgründer kommen Sie um das Thema Buchhaltung nicht herum. Je nach Art und Größe Ihres Unternehmens sind Sie zur einfachen oder doppelten Buchführung verpflichtet. Die Buchhaltung gehört in den meisten Fällen zu den unliebsamen Dingen der Selbstständigkeit. Dabei ist die Buchhaltung gar nicht so kompliziert, zumal es mittlerweile Software gibt, mit der Sie ihre Buchführung beinahe automatisch nebenher machen können. Wer ist zur Buchhaltung verpflichtet? Generell ist jeder Unternehmer zur Buchhaltung verpflichtet. Kleine Unternehmen und Selbstständige müssen in der Regel nur eine „Einnahmen-Überschuss-Rechnung“ (EÜR) einreichen, sodass die einfache Buchführung ausreicht. Freiberufler und Gewerbetreibende ohne Handelsregistereintrag dürfen die einfache Buchführung anwenden. Letztere jedoch nur bis zu einem Jahresumsatz von 500.000 Euro oder einem Jahresgewinn von 50.000 Euro. Was ist die einfache Buchführung? Die einfache Buchführung besteht aus einer einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR). Darin werden alle Ein- und Ausgaben eines Geschäftsjahres aufgelistet und am Ende der Gewinn oder Verlust ausgewiesen. Die einfache Buchführung funktioniert frei nach dem Zufluss-Abfluss-Prinzip. Das bedeutet, dass Einnahmen erst steuerlich berücksichtigt werden, wenn sie auch tatsächlich erzielt, also eingenommen wurden. Zu erwartende Einnahmen aus offenen Rechnungen werden demnach bei der EÜR nicht berücksichtigt. Das geschieht erst, wenn Sie das Geld auch tatsächlich erhalten haben. Was ist die doppelte Buchführung? Die doppelte Buchführung sieht die Erstellung einer Jahresbilanz vor. Bei der doppelten Buchführung müssen sämtliche geschäftlichen Aktivitäten auf die entsprechenden Sach- und Personenkonten verbucht werden. Dieses Verfahren ist deutlich aufwändiger als die einfache Buchführung, mit der richtigen Software oder einem Steuerberater geht aber auch die doppelte Buchführung schnell von der Hand. Was geht ans Finanzamt? Das Finanzamt erwartet von Ihnen neben der Einnahme-Überschuss-Rechnung auch eine Einkommenssteuererklärung. Hinzu kommteneine Umsatzsteuererklärung und die Umsatzsteuer-Voranmeldung. Umsatzsteuer und Voranmeldung Für Ihre Eingangsrechnungen zahlen Sie eine Vorsteuer und mit Ihren Ausgangsrechnungen nehmen Sie Umsatzsteuer ein. Wenn Sie mehr Umsatzsteuer eingenommen als Vorsteuer gezahlt haben, müssen Sie diese Differenz an das Finanzamt überweisen. Mit der Umsatzsteuer-Voranmeldung können Sie die fällige jährliche Einmalzahlung vermeiden, indem Sie regelmäßige „Anzahlungen“ leisten. In den ersten 24 Monaten nach Gründung Ihres Unternehmens müssen Sie die Umsatzsteuer-Voranmeldung monatlich einreichen. Wenn Sie Ihre jährliche Umsatzsteuererklärung abgeben, wird die bereits gezahlte Umsatzsteuer vollständig angerechnet, sodass die Zahllast zu Beginn des Folgejahres deutlich geringer ist, als sie es ohne Voranmeldung wäre. Nach Ablauf der ersten 24 Monate besteht die Möglichkeit, die Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht monatlich, sondern quartalsweise einzureichen. Das funktioniert unter der Bedingung, dass Sie im Vorjahr weniger als 7.500 Euro Umsatzsteuer gezahlt haben. Wenn Sie mehr als 7.500 Euro Umsatzsteuer gezahlt haben, müssen Sie die Umsatzsteuer-Voranmeldung weiterhin monatlich abgeben. Die Untergrenze liegt bei 1.000 Euro Umsatzsteuer im Jahr. Wenn Sie im Vorjahr weniger als 1.000 Euro Umsatzsteuer bezahlt haben, müssen Sie sich in der Regel nicht um die Umsatzsteuer-Voranmeldung kümmern. Einkommensteuererklärung Auch als Selbstständiger sind Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Für die Berechnung der zu zahlenden Einkommensteuer benötigt das Finanzamt die Ergebnisse Ihrer Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) und Angaben über alle weiteren Einnahmen. Dazu gehören beispielsweise Einnahmen aus Vermietung oder nichtselbstständigen Tätigkeiten. Welche Software für Buchhaltung ist zu empfehlen? Die Buchführung für Selbstständige und Unternehmensgründer ist also im Normalfall nicht besonders kompliziert, da die wenigsten Existenzgründer in der Anfangszeit so große Gewinne machen, dass sie mehr als 7.500 Euro Umsatzsteuer bezahlen müssen. Somit reicht die einfache Buchführung. Fast wie von selbst können Sie Ihre Buchhaltung mithilfe von spezieller Buchhaltungssoftware durchführen. Zu den bekanntesten und beliebtesten Anbietern gehört Lexware, die unterschiedliche Programme je nach Bedarf des Unternehmers anbieten. Mit einer Buchhaltungssoftware verwalten Sie alle Zahlungen an zentraler Stelle. Sie können aus der Software heraus Angebote und Rechnungen schreiben und auch Ihre Ausgaben verwalten. Belege können Sie in digitaler Form speichern und den Geschäftsfällen zuordnen. Dadurch wird der Zeitaufwand der Zuordnung minimiert, denn das Programm weiß ganz genau, welche Belege zu welchen Einnahmen und Ausgaben gehören und erstellt aus den eingegebenen Daten ganz automatisch die nötige Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Außerdem haben Sie all Ihre Geschäftszahlen immer im Blick Wenn Sie Ihre Einkommensteuererklärung von einem Steuerberater anfertigen lassen möchten, können Sie diesem mit der richtigen Buchhaltungssoftware ganz problemlos alle benötigten Daten inklusive digitalisierter Belege per Email zuschicken. Auch der digitalisierte Datenaustausch direkt mit dem Finanzamt ist mit der richtigen Software problemlos möglich.

Steuererklärung selber machen oder im Steuerbüro?

Kaum eine andere Pflichtaufgabe wird von Unternehmern so sehr gefürchtet wie die Steuererklärung. Die Unsicherheit unter Selbstständigen ist groß: Soll ich die Steuerklärung selber machen oder einem Steuerbüro überlassen? Das sind nur zwei von zahlreichen Möglichkeiten, die sowohl Vor- als auch Nachteile haben. Klar ist: Der Verdienstausfall durch den zeitlichen Aufwand darf die tatsächlichen Kosten nicht überschreiten. Und je größer das Unternehmen wird, desto professioneller sollten die Steuerfragen geregelt werden. Das Team von Gewerbe-anmelden.com stellt die verschiedenen Optionen bei der Steuererklärung vor und überlegt, wie sich die lästige Pflicht möglichst ökonomisch erledigen lässt. Steuererklärung selber machen: Opportunitätskosten beachten Die Steuererklärung selber zu machen ist zunächst einmal mit keinerlei Kosten verbunden. Allerdings muss aus unternehmerischer Sicht natürlich der Zeitaufwand betrachtet werden – der Selbstständige kann währenddessen in seinem Hauptgeschäft keine Einnahmen erzielen. Die sogenannten Opportunitätskosten sind also unter Umständen höher als die Kosten für einen fachlichen Beistand. Die Steuererklärung muss nicht per Hand, sondern kann auch mit dem kostenlosen Programm Elster-Formular ausgefüllt werden. Als Unternehmer sollte man jedoch nicht an der falschen Stelle sparen. Wer sich in dem Berg von Formularen nicht zurechtfindet, sollte besser auf ein kostenpflichtiges Steuerhilfeprogramm zurückgreifen, mit dem er die Steuererklärung selber machen kann. Die geringen Kosten werden meistens durch die einfache Anwendung und die zusätzliche Hilfe kompensiert. Ein günstiges, aber leichter zu bedienendes Programme ist Steuer Easy zum Preis von 15 Euro. In einem Test auf chip.de belegt das WISO Steuersparbuch für 35 Euro den ersten Platz. Eine weitere günstige Alternative ist es, einen fachlich versierten Bekannten mit der Steuererklärung zu beauftragen. Dieser erledigt die Pflicht beim Fiskus meistens zum Freundschaftspreis, muss aber vorweisen können, dass er steuerliche Beratung geben darf. Ferner ist auch zu beachten, dass der Unternehmer selbst für eventuelle Fehler finanziell geradestehen muss. Steuerklärung im Steuerbüro nicht die einzige Alternative Kleinunternehmer, die bekanntlich keine Umsatzsteuer ausweisen müssen, können ihre Steuererklärung oftmals genauso gut selber machen wie nebengewerblich Tätige. Jedoch wird es immer schwieriger, je mehr das eigene Unternehmen wächst. Mit einer zunehmenden Professionalisierung des Betriebs sollten auch die Steuerfragen professionalisiert werden. Hält sich der Selbstständige an diese Faustregel, hat er folgende Alternativen: Der Unternehmer sucht ein Steuerbüro auf. In erster Linie kommt dafür der klassische Steuerberater in Frage. Wenn ein Profi beauftragt wird, ist der Unternehmer rechtlich auf der sicheren Seite. Im Übrigen muss dafür nicht zwangsläufig ein Steuerbüro aufgesucht werden – eine ausschließliche Online-Steuerberatung ist oftmals günstiger als die Hilfe vor Ort. Dafür ist ein persönlicher Ansprechpartner eine Vertrauensperson, welche Sicherheit vermittelt. Auch viele Unternehmensberater sind übrigens geeignet, insofern sie eine entsprechende Qualifikation als Steuerberater vorweisen können. Das hat den Vorteil, dass der Fachmann bei einer bereits bestehenden Kooperation bestens über die wirtschaftlichen Voraussetzungen Bescheid weiß. Ein ähnlich ganzheitlicher Ansatz liegt in der Beauftragung eines Buchführungsbüros. Der verantwortliche Buchführer darf aber nur eine Steuerklärung für den Unternehmer abgeben, wenn er als Steuerberater, Rechtsanwalt, vereidigter Buchprüfer oder Wirtschaftsprüfer anerkannt ist. Wie hoch die Kosten für die Steuerberatung sind, lässt sich ungefähr mit einem solchen Online-Rechner abschätze. Praktisch ist, dass sich die Beratungskosten für Steuerfragen wiederum in der Regel in geringem Maße von der Steuer absetzen lassen. Darunter fallen zum Beispiel auch die Wege zu einem Steuerberater oder die Kosten für eine Online-Steuerberatung.

Welche Versicherung brauche ich für mein Gewerbe?

Nicht erst mit dem Erhalt des Gewerbeschein sollten sich Unternehmer und Selbstständige die Frage stellen: Welche Versicherung brauche ich für mein Gewerbe? Schon bei der Planung des Geschäftsmodells sollten Existenzgründer die optimale finazielle Absicherung mit berücksichtigen. Welche finanzielle Absicherung im Einzelfall notwendig ist, hängt von der Branche und der Größe des Betriebs ab. Wer als Unternehmer auch Arbeitgeber ist, muss stärker vorsorgen als ein Selbstständiger, der komplett auf eigene Rechnung arbeitet. Alle Gewerbetreibenden sollten zunächst die existenzbedrohenden Risiken im Blick haben und sich erst vor kleineren Schäden schützen. Gerade bei Existenzgründern reicht das Budget gerade so aus, um die wichtigsten Policen abzuschließen. In diesem Beitrag auf gewerbe-anmelden.com geben wir einen Überblick, welche Versicherung Unternehmer und Selbstständiger für ihr Gewerbe brauchen und welche Absicherungen nicht unbedingt notwendig sind. An erster Stelle steht selbstverständlich die Absicherung der eigenen Arbeitskraft: Daher ist die private Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige oder Unternehmer selbstverständlich. Die eigene Arbeitskraft kann ansonsten durch Krankheit oder Unfall vorübergehend oder nachhaltig eingeschränkt werden. Auch für Arbeitnehmer empfehlen Verbraucherschützer den Abschluss einer Arbeitsunfähigkeitsversicherung. Für Existenzgründer gibt es darüber hinaus aber noch viele weitere gewerbliche Absicherungen, die sie für eine selbstständige Tätigkeit benötigen. Welche Versicherung brauche ich für mein Gewerbe? Haftpflicht und Rechtsschutz Die Haftpflichtversicherung zählt zu den wichtigsten Policen für Privatpersonen. Darüber hinaus sollten auch die betrieblichen Tätigkeiten vor den Schadenersatzansprüchen von Dritten geschützt werden. Darunter fallen nicht nur die eigenen Aktiväten während der Arbeit, sondern auch von eigenen Mitarbeitern. Die Betriebshaftpflichtversicherung kommt immer dann auf, wenn durch betriebliche oder berufliche Tätigkeiten Personen geschädigt werden oder Gegenstände beschädigt oder zerstört werden. Wenn sich also auf dem Weg zu einem Kunden ein folgenschwerer Unfall mit einem Passanten ein folgenschwerer Unfall ereignet, werden die entstehenden Kosten als Schadenersatz erstattet. Da sich der Schaden nicht selten zu einem siebenstelligen Betrag summieren kann, ist die betriebliche Haftpflichtversicherung laut Stiftung Warentest unverzichtbar. Gewerbetreibende müssen sich aber auch mit weiteren dritten Personen auseinandersetzen. Die häufigsten Probleme sind im direkten Kontakt mit den Kunden zu verordnen. Einige unzufriedene Kunden bestehen darauf, nicht den vollen Preis zu zahlen oder verweigern die Zahlung komplett. Manche fordern den Gewerbetreibenden auf, Schadenersatz zu zahlen. Selbst, wer sich als Unternehmer im Recht fühlt, scheut häufig den Gang vors Gericht. Zu groß scheint das finanzielle Risiko bei einer Niederlage. Mit einer Rechtsschutzversicherung sind Gewerbetreibende auf der sicheren Seite und können ihre Ansprüche somit besser geltend machen. Auch im Umgang mit eigenen Mitarbeitern können im übrigen Konflikte entstehen, die im schlimmsten Fall letztlich nur noch vor Gering zu klären sind. Büroraum absichern: Welche Versicherung brauche ich für mein Gewerbe? Die berufliche Existenz kann nicht nur durch verursachte Schäden oder Streitigkeiten mit Kunden gefährdet werden. Wirtschaftlich kann es sehr belastend werden, wenn wichtige geschäftliche Unterlagen oder persönliche Gegenstände beschädigt werden. Eine weitere wichtige, jedoch nicht ganz so existentielle Absicherung wie die Haftpflichtpolice stellt die Geschäftsinhaltsversicherung dar. Sie ist quasi die Hausratversicherung für Gewerbetreibende und kommt dann auf, wenn bei einem Einbruch wichtige Gegenstände entwendet werden oder ein Feuer, Leitungswasser oder Sturm der Stärke 8 oder höher das Büro verwüstet hat. Versichert werden können neben der Einrichtung des Büros beispielsweise Computer und Laptops, Waren und Vorräte, Maschinen und Werkzeuge sowie persönliches Eigentum des Unternehmers und seiner Mitarbeiter. Auch das Gebäude selbst kann im Übrigen durch eine Gebäudeversicherung abgesichert werden. Manchmal kann die Geschäftstätigkeit nach einem solchen Schaden schnell wieder behoben werden. In anderen Fällen sind die Folgen aber noch über Monate spürbar. Daher kann es ratsam sein, zusätzlich eine Betriebsunterbrechungsversicherung abzuschließen. Sie ist dann zur Stelle, wenn das eigene Büro beispielsweise nach einem Sturm oder Feuer eine Zeit lang schließen muss. Im Ernstfall kann sich eine solche Police nach Meinung der Stiftung Warentest als existenziell wichtig herausstellen. Welche weiteren Versicherungen brauche ich für mein Gewerbe? Es gibt eine ganze Vielzahl an speziellen Versicherungen für Gewerbetreibende. Im Folgenden werden beispielhaft einige Produkte genannt, die bei ausreichendem Budget durchaus sinnvoll sein können. Dazu zählt etwa die Forderungsausfallversicherung, die ausbleibende Zahlungen von Kunden kompensiert. Wenn sich das Büro im Erdgeschoss befindet und voll verglast ist, ist auch eine Glasversicherung denkbar. Auch die Region spielt eine Rolle: In Gebieten, die anfällig für Hochwasser, Sturm oder Lawinen sind, eignet sich unter Umständen eine Versicherung gegen Elementarschäden. Die Transportversicherung gibt Sicherheit, wenn viele oder hochwertige Güter von A nach B gebracht werden. Darüber hinaus sollten Unternehmer auch den Schutz für die eigenen Arbeitsnehmer im Blick haben. Mit einer Gruppen-Unfallversicherung kann etwa der ganze Betrieb vor unglücklichen Zwischenfällen geschützt werden. Voraussetzung ist aber, dass mindestens drei Personen durch die Police abgesichert werden. Die Kosten sind im Vergleich zu einzelnen Versicherungen deutlich niedriger. Mit einem weiteren Tipp kann ebenso Geld gespart werden: Bei der Vielzahl der verschiedenen Versicherungsmöglichkeiten ist es oft nicht ratsam, viele kleinteilige Absicherungen für verschiedene Bereiche auszumachen. Stattdessen ist es möglich, bestimmte Leistungen bei einem Versicherer in Kombi-Tarifen zusammenzufassen, wodurch die Kosten niedriger ausfallen.

Für eBay-Verkäufe ein Gewerbe anmelden?

Gewerbe anmelden für Handel auf eBay
Immer wieder wird auf verschiedenen Seiten oder in diversen Foren im Internet die Frage gestellt, ob und wann man für den Verkauf von Produkten auf eBay ein Gewerbe anmelden muss. Grundsätzlich ist diese Frage pauschal kaum zu beantworten, die Antwort darauf hängt vielmehr vom jeweiligen Einzelfall ab. In diesen Artikel wird trotzdem versucht, einige Erklärungen und hilfreiche Informationen zu diesem vielgefragten und weitläufigen Thema zu bieten. (mehr …)