Corporate Design: Grundlagen eines professionellen Firmenauftritts

Die Geschäftsidee steht, das Gewerbe ist ordnungsgemäß angemeldet. Was noch fehlt, ist ein attraktiver Unternehmensauftritt, der Ihre Vision nach außen spiegelt. Er sollte Interesse bei der anvisierten Zielgruppe erzeugen, Vertrauen schaffen und gleichzeitig einen hohen Wiedererkennungswert aufweisen. Immerhin ist das visuelle Erscheinungsbild, das sogenannte Corporate Design, die Visitenkarte Ihres Unternehmens und der eigentliche Rahmen Ihres Geschäftserfolgs. Wir verraten, worauf Sie bei der Gestaltung Ihres professionellen Firmenauftritts achten müssen. Damit Ihr Unternehmen einen wirkungsvollen Rahmen bekommt, braucht es ein eigenes Design mit unverwechselbarem Charakter. Es muss sich optisch von der Masse abheben. Andernfalls wird Ihr Betrieb in der heutigen Werbe- und Informationsflut untergehen. Erst ein starker, modularer Unternehmensauftritt sorgt für den gewünschten Wiedererkennungswert. Dazu zählen ein geeignetes Logo, ein einprägsamer Slogan sowie eine ansprechende Gestaltung Ihres Briefkopfes. Corporate Design ist die Grundlage erfolgreicher Unternehmenskommunikation. Sämtliche werblichen Maßnahmen – vom Firmenschild über die Geschäftsausstattung bis zur Firmenpublikation – werden einheitlich nach Corporate Design Vorgaben aufbereitet. Basiselemente der Corporate Identity: Logo Farbklima Schriftart Bildsprache Ein effektives Corporate Design entwickeln Ein wirkungsvolles Corporate Design entsteht nicht über Nacht. Bis ein erster Entwurf Marktreife erlangt, ist harte Arbeit nötig. Hier gilt: Nichts überstürzen. Gerade für Existenzgründer steht und fällt mit dem Corporate Design oft alles, denn der erste Eindruck zählt. Kunden und Auftraggeber müssen von dem neuen Unternehmen, seinen Angeboten und Dienstleistungen, erst überzeugt werden. Je besser das Corporate Design gelungen ist, desto mehr Geld lässt sich bei Werbe- und Marketingmaßnahmen sparen. Es ist möglich, selbst kreativ zu werden und den Firmenauftritt in Eigenregie zu erstellen. Gerade bei schmalem Budget bleibt Existenzgründern häufig keine Wahl. Professioneller wird das Ergebnis allerdings, wenn Sie Entwicklung und Gestaltung Fachleuten überlassen. 5 Tipps für ein gelungenes Corporate Design Um ein fundiertes Gestaltungslevel zu erreichen, helfen diese fünf Tipps: Das Designkonzept sollte einheitlich sein. Sämtliche verwendete Elemente – Schrift, Form, Farben, Grafiken – sollten miteinander harmonieren und ein Ganzes ergeben. Zeitlosigkeit ist ebenfalls ein wichtiges Kriterium. Das Corporate Design soll Ihr Unternehmen während seiner gesamten Existenz begleiten. Kleinere Anpassungen sind unproblematisch, solange das Grundgerüst erhalten bleibt. Wesentliche Designelemente sollten als Vektor vorhanden sein, um jederzeit für optimale Skalierbarkeit zu sorgen. Auf einem Kugelschreiber fällt das Logo kleiner aus als auf einem Gebäudebanner. Mit wachsendem Unternehmenserfolg wächst der Bedarf an unterschiedlichen Werbematerialien. Weitsichtige Planung zahlt sich aus. Das Corporate Design muss auf Ihr Unternehmen passgenau zugeschnitten sein. Es soll den Betrachter ein Stück weit in den Betrieb holen. Sachlich, verspielt, romantisch? Ein Startup, das sich auf die Fertigung von Kinderkleidung spezialisiert hat, braucht eine andere Schriftart und Gestaltung als ein Bauunternehmen. Individualität und Einzigartigkeit sind essentiell für einen starken Auftritt. Ohne einen originellen Entwurf, wird der Aufbau einer unverwechselbaren visuellen Unternehmensidentität nicht gelingen. Ihr Unternehmenslogo: Wortmarke, Bildmarke oder Zeichenmarke? Im Mittelpunkt des Designkonzepts steht das Logo. Es ist das wichtigste visuelle Merkmal Ihres Unternehmens. Als grafische Zeichen besitzen Logos eine weitaus stärkere Wirkung als reiner Text. Sie prägen sich tiefer ein und lassen im Kopf des Kunden Welten von Bedeutungen entstehen. Ein Logo sollte möglichst einfach gestaltet sein und sich auf das Wesentliche konzentrieren. Man unterscheidet drei Arten: Wortmarken, Bildmarken und Zeichenmarken. Kombinationen sind ebenfalls möglich. Wortmarken bestehen aus einem Wort oder kurzen Text ohne grafische Elemente. In der Regel wird der Firmenname gewählt. Entscheiden Sie sich für eine Wortmarke, sollte die gewählte Schriftart zur Hausschrift Ihres Unternehmens werden. Populäre Beispiele für erfolgreiche Wortmarken sind Hugo Boss, ALDI und IKEA. Bildmarken sind Symbole, Bilder oder Graphiken ohne Text. Auf einen Schriftzug wird bei dieser Art des Logos verzichtet. Das Unternehmen wird ausschließlich über die Bildmarke repräsentiert. Dementsprechend eingängig sollte die Darstellung ausfallen. Ein Beispiel für eine traditionsreiche, wirkungsvolle Bildmarke ist der Mercedes-Stern. Zeichenmarken setzen sich aus Buchstaben oder Zahlen zusammen. Ideal ist diese Art von Logo bei sehr langen oder aus zwei Namen zusammengesetzten Firmennamen. Eine populäre Zeichenmarke ist H&M. Tipp: Wenn Sie ein eigenes Logo einsetzen, sollten Sie sich mit dem Markengesetz auseinandersetzen und Ihr Logo schützen lassen. 8 Kriterien, die ein erfolgreiches Logo erfüllen muss Ein erfolgreiches Logo… erregt Aufmerksamkeit. ist einprägsam. vermittelt eine verständliche Botschaft. ist unverwechselbar. besitzt einen hohen Wiedererkennungswert. ist zeitlos. lässt sich in unterschiedlichen Formaten gut reproduzieren. wirkt in Graustufen ebenso gut wie in Farbe. bleibt in jedem Format klar erkennbar. Corporate Design auf Ihrer Geschäftsausstattung: Briefpapier, Visitenkarten & Co. Das Corporate Design sollte sich auf sämtlichen Ihrer Corporate-Materialien wiederfinden. Entscheidend ist das einheitliche Erscheinungsbild nach außen. Gemeint ist die gedruckte übliche Geschäftsausstattung eines Unternehmens. Darunter fallen Briefpapier, Grußkarten, Visitenkarten, Notizzettel, Kalender, Flyer und Firmenpublikationen (Broschüren, Kataloge, Handzettel). Das sorgt für einen hohen Wiedererkennungseffekt, wirkt professionell und individuell. Corporate Design in digitalen Medien: Website & Social Media-Kanäle Auch in Ihrer Webpräsenz sowie bei Ihren Auftritten in sozialen Medien (Facebook, Twitter, Instagram, Google+ etc.) sollte sich Ihr unverwechselbares Corporate Design fortsetzen. Achten Sie bei der Gestaltung Ihres Firmenauftritts darauf, dass sich das Design unkompliziert an unterschiedliche Formatvorgaben anpassen lässt. Bei digitalen Medien werden eBooks, ePapers, Newsletter und Apps immer wichtiger. Egal, wie und wo Sie publizieren, Ihre Corporate Identity sollte überall präsent sein. Ein Großteil der Korrespondenz läuft heutzutage elektronisch ab. Selbstverständlich darf eine nach Corporate Design Richtlinien erstellte E-Mail Signatur nicht vergessen werden. Corporate Design auf Fahrzeugen und Geräten: Firmenwagen, Büroausstattung & Co. Setzen Sie das Corporate Design konsequent auf allen Materialien ein, die Ihr Unternehmen optisch repräsentieren. Nutzen Sie Firmenfahrzeuge, sollten diese mit speziellen Autofolien beschriftet werden und dem Farbklima Ihres Unternehmens entsprechen. Damit erschließen Sie sich eine kostenlose, überregionale Werbemaßnahme. Weitere Werbeaktionen wie Banner an Brücken, Plakatwerbung an Straßenlaternen, aber auch Give-Aways (Kugelschreiber, Lanyards und Aufkleber) sollten als Markenzeichen Ihres Unternehmens das Corporate Design tragen und seine Identität spiegeln. Sinnvoll ist die entsprechende Bedruckung von Etiketten. Damit können nicht nur zum Verkauf stehende Waren, sondern auch firmeneigene Geräte verwechselungsfrei gekennzeichnet werden. Langfristiger Geschäftserfolg mit Corporate Design Durch ein starkes Corporate Design bleibt Ihr Unternehmen im Gedächtnis der angepeilten Zielgruppe. Das führt zu besserer Kundenbindung. Gleichzeitig wachsen Image und Bekanntheitsgrad Ihres Unternehmens. Wird Ihre Firma automatisch mit einem Logo oder einem bestimmten Farbklima assoziiert, sparen Sie Kosten bei Werbung und Marketing. Links: https://www.ithelps.at/blog/99-online-marketing/318-was-ist-der-unterschied-zwischen-einem-corporate-design-und-einer-corporate-identity https://www.designenlassen.de/corporate-design-fuer-existenzgruender http://www.schmidee.com/unternehmenslogo-tipps/ https://etiketten.shop/

Muss ich Umsatzsteuer ausweisen?

Wann muss ich Umsatzsteuer ausweisen? Existenzgründer haben neben ihrer Hauptbeschäftigung und vor dem der Gewerbeanmeldung auch mit vielen Formalien zu tun. Auch Rechnungen schreiben will gelernt sein. Viele Jungunternehmer stehen vor der Frage: Muss ich Umsatzsteuer ausweisen oder nicht? Aber auch wenn die Tätigkeit als Selbstständiger oder Freiberufler schon länger ausgeübt wird, muss die Mehrwertsteuerpflicht regelmäßig überprüft werden. Fehlerhafte Rechnungen können zwar oft im Nachhinein noch korrigiert werden, jedoch bedeutet die Richtigstellung für den Unternehmer selbst und die Kunden einen unnötigen Mehraufwand. Unter Umständen kann die Frage, ob ich Umsatzsteuer ausweisen muss, auch ein teures Missverständnis werden. Wer beispielsweise die Mehrwertsteuer fälschlicherweise auf seinen Rechnungen ausweist, obwohl er nicht dazu berechtigt ist, schuldet dem Finanzamt die vollständigen Mehreinnahmen. In diesem Beitrag auf gewerbe-anmelden.com erklären wir daher, wer Umsatzsteuer ausweisen muss und wer nicht sowie wie sich die notwendige Identikationsnummer beantragen lässt. Eine ausführliche steuerliche Beratung für den Einzelfall ersetzen die Ausführungen aber nicht. Muss ich als Kleinuternehmer Umsatzsteuer ausweisen? Ob ein Unternehmer Umsatzsteuer ausweisen muss, ist von seinem Status abhängig. Grundsätzlich sind alle Unternehmer umsatzsteuerpflichtig, insofern sie nicht von der Kleinunternehmer-Regelung nach §19 des Umsatzsteuergesetzes Gebrauch machen. Kleinunternehmer dürfen im vorherigen Kalenderjahr nicht mehr als 17.500 Euro Umsatz gemacht haben und gleichzeitig für das laufende Jahr nicht mehr als 50.000 Euro Einnahmen aus Verkauf, Dienstleistungen und Vermietung erwarten. Gründer dürfen im ersten Jahr nicht mehr als 17.500 Euro an Erlösen erwirtschaften. Übt der Kleinunternehmer seine neue Tätigkeit nicht über den vollen Zeitraum, sondern beispielsweise erst ab März aus, muss der Höchsbetrag anteilig berechnet werden – in diesem Fall liegt er bei 14.583,33 Euro. Kleinunternehmer müssen also keine Umsatzsteuer ausweisen, können im Gegenzug jedoch auch keine Mehrwertsteuer für Ausgaben vom Finanzamt zurückholen. Somit entfällt der sogenannte Vorsteuerabzug. Bei diesem Verfahren kann sich einerseits der Geschäftspartner die Umsatzsteuer für die erteilten Rechnungen vom Finanzamt erstatten lassen kann. Andererseits hat auch der Unternehmer selbst die Möglichkeit, die Umsatzsteuer der eingehenden Rechnungen beim Fiskus geltend zu machen. Durch dieses Prinzip des Vorsteuerabzugs werden die Kosten letztendlich auf den Schultern der Verbraucher verteilt. Wer keine Umsatzsteuer ausweist, hat also weniger Aufwand und kann sich stärker auf das eigentliche Geschäft konzentrieren. Wer als Kleinunternehmer jedoch mit hohen Ausgaben und Investitionen rechnet, kann auch darauf verzichten, sich von der Mehrwertsteuer befreien zu lassen. Dieser Schritt sollte jedoch gut überlegt sein: An die Entscheidung, Umsatzsteuer auszuweisen, ist der Kleinunternehmer in den darauffolgenden fünf Jahren fest gebunden. Wie muss ich die Umsatzsteuer ausweisen? Die Umsatzsteuer muss auf Rechnungen gemeinsam mit einer entsprechenden Identifikationsnummer vermerkt werden. Ebenso müssen die Angaben nach § 14 Abs. 4 UstG einige weitere verpflichtende Punkte wie die volle Adresse des Senders und Empfängers enthalten. Die Höhe der Mehrwertsteuer beträgt in den meisten Fällen 19 Prozent. Seltener ist eine ermäßigte Steuer von 7 Prozent vorgesehen – diese wird etwa bei Kunstgegenständen angewendet. Neben der Höhe der Umsatzsteuer muss auch eine Identifikationsnummer angegeben werden, welche Gründer unmittelbar bei ihrem zuständigen Finanzamt anfordern können. Bei der Anmeldung einer freiberuflichen oder selbstständigen Tätigkeit müssen sie ohnehin vor Ort einen Fragebogen zur steuerlichen Erfassung abgeben. In diesem Antrag finden Existenzgründer auch ein Feld, in dem sie die Identifikationsnummer anfordern können. Wer schon länger freiberuflich oder selbstständig arbeitet, kann die Nummer bequem online beantragen. Zuständig ist das Bundeszentralamt für Steuern, welches hier ein Formular bereithält, mit der eine Identifikationsnummer beantragt werden kann. Dies ist auch auf per Post unter der folgenden Adresse möglich: Bundeszentralamt für Steuern Dienstsitz Saarlouis 66738 Saarlouis Telefax: +49-(0)228-406-3801 Umsatzsteuerbefreite Kleinunternehmer müssen in ihren Rechnungen auf §19 des Umsatzsteuergesetzes hinweisen. Eine entsprechende Formulierung lautet beispielsweise "Nach § 19 Abs. 1 UstG enthält der Rechnungsbetrag keine Umsatzsteuer". Ist kein solcher Hinweis vorhanden, ist davon auszugehen, dass der Betrag eine Mehrwertsteuer enthält. Im Übrigen dürfen auch Unternehmer in Ausnahmefällen auf die Umsatzsteuer verzichten, wenn sie beispielsweise eine Rechnung für eine sonstige Leistung in ein anderes Land innerhalb der Europäischen Union ausstellen. Was passiert, wenn die Umsatzsteuer nicht richtig ausgewiesen wurde? Weist ein Kleinunternehmer nicht auf den Verzicht der Umsatzsteuer hin oder weist die Mehrwertsteuer gar ausdrücklich aus, ist das ein unberechtiger Steuerausweis nach § 14 Abs. 3 UstG. In diesem Fall hat er zu hohe Einnahmen erwirtschaft, die er dem Finanzamt schuldet. Auch wenn der Kleinunternehmer die Einkommensgrenze von 17.500 Euro im ersten Jahr der Gründung oder 50.000 Euro in den Folgejahren überschreitet, muss er dem Finanzamt Umsatzsteuer entrichten, auch wenn er für seine Kunden in seinen Rechnungen gar keine Mehrwertsteuer ausgewiesen hat. Fehlerhafte oder lückenhafte Angaben in Rechnungen können auch denjenigen teuer zu stehen kommen, der die Leistung in Anspruch genommen hat. Sie resultieren darin, dass sich der Rechnungsempfänger die ausgewiesene Umsatzsteuer nicht als Vorsteuer vom Finanzamt zurückholen kann. Er bleibt also auf den gezahlten Kosten sitzen. Nun bleibt dem Unternehmer nichts anderes übrig als eine korrigierte Rechnung anzufordern und darauf zu hoffen, dass der Fiskus die überarbeiteten Rechnungen nachträglich anerkannt. Insbesondere, wenn das Finanzamt erst nach einiger Zeit auf den Fehler aufmerksam wird, ist es für den Vorsteuerabzug aber häufig zu spät. Ein solcher Fauxpas wirkt sich auch schlecht für das Geschäft des Rechungsstellers aus, da das Vertrauensverhältnis belastet wird.

Wie sinnvoll ist eine Buchhaltungssoftware?

Als Selbstständiger oder Unternehmensgründer kommen Sie um das Thema Buchhaltung nicht herum. Je nach Art und Größe Ihres Unternehmens sind Sie zur einfachen oder doppelten Buchführung verpflichtet. Die Buchhaltung gehört in den meisten Fällen zu den unliebsamen Dingen der Selbstständigkeit. Dabei ist die Buchhaltung gar nicht so kompliziert, zumal es mittlerweile Software gibt, mit der Sie ihre Buchführung beinahe automatisch nebenher machen können. Wer ist zur Buchhaltung verpflichtet? Generell ist jeder Unternehmer zur Buchhaltung verpflichtet. Kleine Unternehmen und Selbstständige müssen in der Regel nur eine „Einnahmen-Überschuss-Rechnung“ (EÜR) einreichen, sodass die einfache Buchführung ausreicht. Freiberufler und Gewerbetreibende ohne Handelsregistereintrag dürfen die einfache Buchführung anwenden. Letztere jedoch nur bis zu einem Jahresumsatz von 500.000 Euro oder einem Jahresgewinn von 50.000 Euro. Was ist die einfache Buchführung? Die einfache Buchführung besteht aus einer einfachen Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR). Darin werden alle Ein- und Ausgaben eines Geschäftsjahres aufgelistet und am Ende der Gewinn oder Verlust ausgewiesen. Die einfache Buchführung funktioniert frei nach dem Zufluss-Abfluss-Prinzip. Das bedeutet, dass Einnahmen erst steuerlich berücksichtigt werden, wenn sie auch tatsächlich erzielt, also eingenommen wurden. Zu erwartende Einnahmen aus offenen Rechnungen werden demnach bei der EÜR nicht berücksichtigt. Das geschieht erst, wenn Sie das Geld auch tatsächlich erhalten haben. Was ist die doppelte Buchführung? Die doppelte Buchführung sieht die Erstellung einer Jahresbilanz vor. Bei der doppelten Buchführung müssen sämtliche geschäftlichen Aktivitäten auf die entsprechenden Sach- und Personenkonten verbucht werden. Dieses Verfahren ist deutlich aufwändiger als die einfache Buchführung, mit der richtigen Software oder einem Steuerberater geht aber auch die doppelte Buchführung schnell von der Hand. Was geht ans Finanzamt? Das Finanzamt erwartet von Ihnen neben der Einnahme-Überschuss-Rechnung auch eine Einkommenssteuererklärung. Hinzu kommteneine Umsatzsteuererklärung und die Umsatzsteuer-Voranmeldung. Umsatzsteuer und Voranmeldung Für Ihre Eingangsrechnungen zahlen Sie eine Vorsteuer und mit Ihren Ausgangsrechnungen nehmen Sie Umsatzsteuer ein. Wenn Sie mehr Umsatzsteuer eingenommen als Vorsteuer gezahlt haben, müssen Sie diese Differenz an das Finanzamt überweisen. Mit der Umsatzsteuer-Voranmeldung können Sie die fällige jährliche Einmalzahlung vermeiden, indem Sie regelmäßige „Anzahlungen“ leisten. In den ersten 24 Monaten nach Gründung Ihres Unternehmens müssen Sie die Umsatzsteuer-Voranmeldung monatlich einreichen. Wenn Sie Ihre jährliche Umsatzsteuererklärung abgeben, wird die bereits gezahlte Umsatzsteuer vollständig angerechnet, sodass die Zahllast zu Beginn des Folgejahres deutlich geringer ist, als sie es ohne Voranmeldung wäre. Nach Ablauf der ersten 24 Monate besteht die Möglichkeit, die Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht monatlich, sondern quartalsweise einzureichen. Das funktioniert unter der Bedingung, dass Sie im Vorjahr weniger als 7.500 Euro Umsatzsteuer gezahlt haben. Wenn Sie mehr als 7.500 Euro Umsatzsteuer gezahlt haben, müssen Sie die Umsatzsteuer-Voranmeldung weiterhin monatlich abgeben. Die Untergrenze liegt bei 1.000 Euro Umsatzsteuer im Jahr. Wenn Sie im Vorjahr weniger als 1.000 Euro Umsatzsteuer bezahlt haben, müssen Sie sich in der Regel nicht um die Umsatzsteuer-Voranmeldung kümmern. Einkommensteuererklärung Auch als Selbstständiger sind Sie zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet. Für die Berechnung der zu zahlenden Einkommensteuer benötigt das Finanzamt die Ergebnisse Ihrer Einnahmen-Überschuss-Rechnung (EÜR) und Angaben über alle weiteren Einnahmen. Dazu gehören beispielsweise Einnahmen aus Vermietung oder nichtselbstständigen Tätigkeiten. Welche Software für Buchhaltung ist zu empfehlen? Die Buchführung für Selbstständige und Unternehmensgründer ist also im Normalfall nicht besonders kompliziert, da die wenigsten Existenzgründer in der Anfangszeit so große Gewinne machen, dass sie mehr als 7.500 Euro Umsatzsteuer bezahlen müssen. Somit reicht die einfache Buchführung. Fast wie von selbst können Sie Ihre Buchhaltung mithilfe von spezieller Buchhaltungssoftware durchführen. Zu den bekanntesten und beliebtesten Anbietern gehört Lexware, die unterschiedliche Programme je nach Bedarf des Unternehmers anbieten. Mit einer Buchhaltungssoftware verwalten Sie alle Zahlungen an zentraler Stelle. Sie können aus der Software heraus Angebote und Rechnungen schreiben und auch Ihre Ausgaben verwalten. Belege können Sie in digitaler Form speichern und den Geschäftsfällen zuordnen. Dadurch wird der Zeitaufwand der Zuordnung minimiert, denn das Programm weiß ganz genau, welche Belege zu welchen Einnahmen und Ausgaben gehören und erstellt aus den eingegebenen Daten ganz automatisch die nötige Einnahmen-Überschuss-Rechnung. Außerdem haben Sie all Ihre Geschäftszahlen immer im Blick Wenn Sie Ihre Einkommensteuererklärung von einem Steuerberater anfertigen lassen möchten, können Sie diesem mit der richtigen Buchhaltungssoftware ganz problemlos alle benötigten Daten inklusive digitalisierter Belege per Email zuschicken. Auch der digitalisierte Datenaustausch direkt mit dem Finanzamt ist mit der richtigen Software problemlos möglich.

Steuererklärung selber machen oder im Steuerbüro?

Kaum eine andere Pflichtaufgabe wird von Unternehmern so sehr gefürchtet wie die Steuererklärung. Die Unsicherheit unter Selbstständigen ist groß: Soll ich die Steuerklärung selber machen oder einem Steuerbüro überlassen? Das sind nur zwei von zahlreichen Möglichkeiten, die sowohl Vor- als auch Nachteile haben. Klar ist: Der Verdienstausfall durch den zeitlichen Aufwand darf die tatsächlichen Kosten nicht überschreiten. Und je größer das Unternehmen wird, desto professioneller sollten die Steuerfragen geregelt werden. Das Team von Gewerbe-anmelden.com stellt die verschiedenen Optionen bei der Steuererklärung vor und überlegt, wie sich die lästige Pflicht möglichst ökonomisch erledigen lässt. Steuererklärung selber machen: Opportunitätskosten beachten Die Steuererklärung selber zu machen ist zunächst einmal mit keinerlei Kosten verbunden. Allerdings muss aus unternehmerischer Sicht natürlich der Zeitaufwand betrachtet werden – der Selbstständige kann währenddessen in seinem Hauptgeschäft keine Einnahmen erzielen. Die sogenannten Opportunitätskosten sind also unter Umständen höher als die Kosten für einen fachlichen Beistand. Die Steuererklärung muss nicht per Hand, sondern kann auch mit dem kostenlosen Programm Elster-Formular ausgefüllt werden. Als Unternehmer sollte man jedoch nicht an der falschen Stelle sparen. Wer sich in dem Berg von Formularen nicht zurechtfindet, sollte besser auf ein kostenpflichtiges Steuerhilfeprogramm zurückgreifen, mit dem er die Steuererklärung selber machen kann. Die geringen Kosten werden meistens durch die einfache Anwendung und die zusätzliche Hilfe kompensiert. Ein günstiges, aber leichter zu bedienendes Programme ist Steuer Easy zum Preis von 15 Euro. In einem Test auf chip.de belegt das WISO Steuersparbuch für 35 Euro den ersten Platz. Eine weitere günstige Alternative ist es, einen fachlich versierten Bekannten mit der Steuererklärung zu beauftragen. Dieser erledigt die Pflicht beim Fiskus meistens zum Freundschaftspreis, muss aber vorweisen können, dass er steuerliche Beratung geben darf. Ferner ist auch zu beachten, dass der Unternehmer selbst für eventuelle Fehler finanziell geradestehen muss. Steuerklärung im Steuerbüro nicht die einzige Alternative Kleinunternehmer, die bekanntlich keine Umsatzsteuer ausweisen müssen, können ihre Steuererklärung oftmals genauso gut selber machen wie nebengewerblich Tätige. Jedoch wird es immer schwieriger, je mehr das eigene Unternehmen wächst. Mit einer zunehmenden Professionalisierung des Betriebs sollten auch die Steuerfragen professionalisiert werden. Hält sich der Selbstständige an diese Faustregel, hat er folgende Alternativen: Der Unternehmer sucht ein Steuerbüro auf. In erster Linie kommt dafür der klassische Steuerberater in Frage. Wenn ein Profi beauftragt wird, ist der Unternehmer rechtlich auf der sicheren Seite. Im Übrigen muss dafür nicht zwangsläufig ein Steuerbüro aufgesucht werden – eine ausschließliche Online-Steuerberatung ist oftmals günstiger als die Hilfe vor Ort. Dafür ist ein persönlicher Ansprechpartner eine Vertrauensperson, welche Sicherheit vermittelt. Auch viele Unternehmensberater sind übrigens geeignet, insofern sie eine entsprechende Qualifikation als Steuerberater vorweisen können. Das hat den Vorteil, dass der Fachmann bei einer bereits bestehenden Kooperation bestens über die wirtschaftlichen Voraussetzungen Bescheid weiß. Ein ähnlich ganzheitlicher Ansatz liegt in der Beauftragung eines Buchführungsbüros. Der verantwortliche Buchführer darf aber nur eine Steuerklärung für den Unternehmer abgeben, wenn er als Steuerberater, Rechtsanwalt, vereidigter Buchprüfer oder Wirtschaftsprüfer anerkannt ist. Wie hoch die Kosten für die Steuerberatung sind, lässt sich ungefähr mit einem solchen Online-Rechner abschätze. Praktisch ist, dass sich die Beratungskosten für Steuerfragen wiederum in der Regel in geringem Maße von der Steuer absetzen lassen. Darunter fallen zum Beispiel auch die Wege zu einem Steuerberater oder die Kosten für eine Online-Steuerberatung.

Welche Versicherung brauche ich für mein Gewerbe?

Nicht erst mit dem Erhalt des Gewerbeschein sollten sich Unternehmer und Selbstständige die Frage stellen: Welche Versicherung brauche ich für mein Gewerbe? Schon bei der Planung des Geschäftsmodells sollten Existenzgründer die optimale finazielle Absicherung mit berücksichtigen. Welche finanzielle Absicherung im Einzelfall notwendig ist, hängt von der Branche und der Größe des Betriebs ab. Wer als Unternehmer auch Arbeitgeber ist, muss stärker vorsorgen als ein Selbstständiger, der komplett auf eigene Rechnung arbeitet. Alle Gewerbetreibenden sollten zunächst die existenzbedrohenden Risiken im Blick haben und sich erst vor kleineren Schäden schützen. Gerade bei Existenzgründern reicht das Budget gerade so aus, um die wichtigsten Policen abzuschließen. In diesem Beitrag auf gewerbe-anmelden.com geben wir einen Überblick, welche Versicherung Unternehmer und Selbstständiger für ihr Gewerbe brauchen und welche Absicherungen nicht unbedingt notwendig sind. An erster Stelle steht selbstverständlich die Absicherung der eigenen Arbeitskraft: Daher ist die private Berufsunfähigkeitsversicherung für Selbstständige oder Unternehmer selbstverständlich. Die eigene Arbeitskraft kann ansonsten durch Krankheit oder Unfall vorübergehend oder nachhaltig eingeschränkt werden. Auch für Arbeitnehmer empfehlen Verbraucherschützer den Abschluss einer Arbeitsunfähigkeitsversicherung. Für Existenzgründer gibt es darüber hinaus aber noch viele weitere gewerbliche Absicherungen, die sie für eine selbstständige Tätigkeit benötigen. Welche Versicherung brauche ich für mein Gewerbe? Haftpflicht und Rechtsschutz Die Haftpflichtversicherung zählt zu den wichtigsten Policen für Privatpersonen. Darüber hinaus sollten auch die betrieblichen Tätigkeiten vor den Schadenersatzansprüchen von Dritten geschützt werden. Darunter fallen nicht nur die eigenen Aktiväten während der Arbeit, sondern auch von eigenen Mitarbeitern. Die Betriebshaftpflichtversicherung kommt immer dann auf, wenn durch betriebliche oder berufliche Tätigkeiten Personen geschädigt werden oder Gegenstände beschädigt oder zerstört werden. Wenn sich also auf dem Weg zu einem Kunden ein folgenschwerer Unfall mit einem Passanten ein folgenschwerer Unfall ereignet, werden die entstehenden Kosten als Schadenersatz erstattet. Da sich der Schaden nicht selten zu einem siebenstelligen Betrag summieren kann, ist die betriebliche Haftpflichtversicherung laut Stiftung Warentest unverzichtbar. Gewerbetreibende müssen sich aber auch mit weiteren dritten Personen auseinandersetzen. Die häufigsten Probleme sind im direkten Kontakt mit den Kunden zu verordnen. Einige unzufriedene Kunden bestehen darauf, nicht den vollen Preis zu zahlen oder verweigern die Zahlung komplett. Manche fordern den Gewerbetreibenden auf, Schadenersatz zu zahlen. Selbst, wer sich als Unternehmer im Recht fühlt, scheut häufig den Gang vors Gericht. Zu groß scheint das finanzielle Risiko bei einer Niederlage. Mit einer Rechtsschutzversicherung sind Gewerbetreibende auf der sicheren Seite und können ihre Ansprüche somit besser geltend machen. Auch im Umgang mit eigenen Mitarbeitern können im übrigen Konflikte entstehen, die im schlimmsten Fall letztlich nur noch vor Gering zu klären sind. Büroraum absichern: Welche Versicherung brauche ich für mein Gewerbe? Die berufliche Existenz kann nicht nur durch verursachte Schäden oder Streitigkeiten mit Kunden gefährdet werden. Wirtschaftlich kann es sehr belastend werden, wenn wichtige geschäftliche Unterlagen oder persönliche Gegenstände beschädigt werden. Eine weitere wichtige, jedoch nicht ganz so existentielle Absicherung wie die Haftpflichtpolice stellt die Geschäftsinhaltsversicherung dar. Sie ist quasi die Hausratversicherung für Gewerbetreibende und kommt dann auf, wenn bei einem Einbruch wichtige Gegenstände entwendet werden oder ein Feuer, Leitungswasser oder Sturm der Stärke 8 oder höher das Büro verwüstet hat. Versichert werden können neben der Einrichtung des Büros beispielsweise Computer und Laptops, Waren und Vorräte, Maschinen und Werkzeuge sowie persönliches Eigentum des Unternehmers und seiner Mitarbeiter. Auch das Gebäude selbst kann im Übrigen durch eine Gebäudeversicherung abgesichert werden. Manchmal kann die Geschäftstätigkeit nach einem solchen Schaden schnell wieder behoben werden. In anderen Fällen sind die Folgen aber noch über Monate spürbar. Daher kann es ratsam sein, zusätzlich eine Betriebsunterbrechungsversicherung abzuschließen. Sie ist dann zur Stelle, wenn das eigene Büro beispielsweise nach einem Sturm oder Feuer eine Zeit lang schließen muss. Im Ernstfall kann sich eine solche Police nach Meinung der Stiftung Warentest als existenziell wichtig herausstellen. Welche weiteren Versicherungen brauche ich für mein Gewerbe? Es gibt eine ganze Vielzahl an speziellen Versicherungen für Gewerbetreibende. Im Folgenden werden beispielhaft einige Produkte genannt, die bei ausreichendem Budget durchaus sinnvoll sein können. Dazu zählt etwa die Forderungsausfallversicherung, die ausbleibende Zahlungen von Kunden kompensiert. Wenn sich das Büro im Erdgeschoss befindet und voll verglast ist, ist auch eine Glasversicherung denkbar. Auch die Region spielt eine Rolle: In Gebieten, die anfällig für Hochwasser, Sturm oder Lawinen sind, eignet sich unter Umständen eine Versicherung gegen Elementarschäden. Die Transportversicherung gibt Sicherheit, wenn viele oder hochwertige Güter von A nach B gebracht werden. Darüber hinaus sollten Unternehmer auch den Schutz für die eigenen Arbeitsnehmer im Blick haben. Mit einer Gruppen-Unfallversicherung kann etwa der ganze Betrieb vor unglücklichen Zwischenfällen geschützt werden. Voraussetzung ist aber, dass mindestens drei Personen durch die Police abgesichert werden. Die Kosten sind im Vergleich zu einzelnen Versicherungen deutlich niedriger. Mit einem weiteren Tipp kann ebenso Geld gespart werden: Bei der Vielzahl der verschiedenen Versicherungsmöglichkeiten ist es oft nicht ratsam, viele kleinteilige Absicherungen für verschiedene Bereiche auszumachen. Stattdessen ist es möglich, bestimmte Leistungen bei einem Versicherer in Kombi-Tarifen zusammenzufassen, wodurch die Kosten niedriger ausfallen.

Für eBay-Verkäufe ein Gewerbe anmelden?

Gewerbe anmelden für Handel auf eBay
Immer wieder wird auf verschiedenen Seiten oder in diversen Foren im Internet die Frage gestellt, ob und wann man für den Verkauf von Produkten auf eBay ein Gewerbe anmelden muss. Grundsätzlich ist diese Frage pauschal kaum zu beantworten, die Antwort darauf hängt vielmehr vom jeweiligen Einzelfall ab. In diesen Artikel wird trotzdem versucht, einige Erklärungen und hilfreiche Informationen zu diesem vielgefragten und weitläufigen Thema zu bieten. (mehr …)